Review zu Uncharted: Golden Abyss
Story
In dem neusten Teil der Uncharted-Reihe auf der PS Vita dreht sich alles um einen sagenumwobenen legendären Schatz, welcher bekanntlich in einer verlorenen Stadt in Mittelamerika zu finden ist. Zusammen mit dem altbekannten Nathan Drake und den neuen Charakteren, wie Drakes Freund Jason Dante und der neuen Gefährtin Marisa Chase begebt ihr euch in ein gefährliches Abenteuer, löst Rätsel und kreuzt dabei eure Wege mit General Guerro, welcher anscheinend auch an dem Schatz interessiert ist und bestimmt vor nichts abschreckt, um die verlorene Stadt vor euch zu finden.
Nicht alles was glänzt ist Gold...
Optisch zeigt sich Uncharted: Golden Abyss auf der PS Vita von seiner Schokoladenseite, und dies nicht nur in den Cutscenes sondern auch während des ganzen Spielverlaufes. Bei den zahlreichen Dschungel- und Klippenabschnitten des Spiels, die vor euch liegen, kommt der genial gestaltete Hintergrund zur Geltung und lässt zum Beispiel die weiten Flächen des Dschungels einer Landschaftszeichnung gleichen. Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte an dieser Stelle. Das Feuer in Uncharted: Golden Abyss wurde leider nicht mit einer Kantenglättung überarbeitet und kommt daher als „pixelig“ rüber, aber dies sollte niemanden den ganzen Spielspaß verderben lassen. Dennoch kann die PS Vita-Version der PS3 nicht das Wasser reichen.
Spannende Musikeinlagen und tote Gegner, die noch schreien
Die Musik, die euch während dem ganzen Spielverlauf begleitet, hat sich in Sachen Vielfalt und Einfallsreichtum von den Vorgängern nicht verändert. Mit gut gespielten Musikeinlagen und Orchesterstücke haben es die Entwickler geschafft die Schiesssequenzen passend zu unterstreichen und dem ganzen ein zusätzliches Action-Feeling zu verleihen. Der einzige Kritikpunkt beim Sound ist die Tatsache, wenn Gegner z.B. nach einem Kopfschuss o.ä. herunterfallen, fangen diese während dem Sturz an zu Schreien, obwohl diese eigentlich tot sein müssten. Aber wer schon mag schon untote Gegner nicht?
Unaufgedeckte Mysterien in Cutscenes
Die Cutscenes in Uncharted: Golden Abyss haben hier auch einen besonderen Platz im Review gefunden. Wer einen Killer eines Cutscenes finden will, muss nur diese in Uncharted: Golden Abyss suchen und er wird schnell fündig. Eigenartiges und unangebrachte Glänzen lenkt in ein paar Cutscenes ab und es ist schwer es zu ignorieren. Ob dieses Glänzen vielleicht von den Schätzen kommt, ist uns noch ein Geheimnis..
Der Touchscreen kommt nicht zu kurz, auch nicht beim Bosskampf (Fluch oder Segen?)
Das Gameplay ist sehr abwechslungsreich und gibt einem viel Spielraum um über Hindernisse jeder Art zu gelangen. Hindernisse, wie Bambuspflanzen, müsst ihr ständig mit der selben Streichbewegung schneiden und das nervt, weil man nicht wie z.B. in The Legend of Zelda: Skyward Sword aktiv mitbekommt, dass man das Hindernis aus dem Weg räumt, sondern man geht hier immer einem eng karrierten Streichmuster nach. Natürlich hat man hier keinen Controller wie bei der Wii zur Verfügung, aber man konnte wenigstens einen Versuch starten das Prinzip auf den Touchscreen zu übertragen. Das Fass zum Überlaufen haben die "Bosskämpfe" gebracht. Die nervenaufreibenden Bosskämpfe wurden mit Ausweichen und lahmen Quick-Time Events, die aus Streichbewegungsabfolgen bestehen, untermalt. An diesem Punkt hätten sich viele Fans der Reihe, wie beim Vorgänger auf der PS3 zuvor einen Kampf mit Aktionstasten gewünscht. In diesem Teil der Uncharted-Reihe geht man bei Quick-Time Events nur Streichmuster nach und dabei werden die Aktionstasten eiskalt ignoriert. Somit vermittelt man einem schon fast das Gefühl, dass für Uncharted: Golden Abyss eine iOS-Version gereicht hätte, was ziemlich frustrierend wäre. Das Leveldesign war in Ordnung, außer, dass man in Sachen Schießdeckungen teilweise versagt hat. Die Deckungen waren teilweise echt gut positioniert, aber ein paar Deckungen nützten einem fast gar nicht. Sehr selten können euch die Gegner noch sogar dann treffen, wenn ihr mit der Kreis-Taste in Deckung geht. Es kommt anscheinend nicht darauf an, ob ihr in Deckung geht, sondern wie ihr in Deckung geht.
Fazit
Pro:
+ viele sammelbare Schätze
+ gute Grafik
+ anfreundbare Steuerung
+ hohen Unterhaltungswert
+ gut übersetzte Dialoge
+ gute Synchronisation
+ schöne Musik
+ zahlreiche Kapitel/Spielabschnitte
+ einfallsreiche Rätsel
+ tolle Story
Kontra:
- Schauplatzwechsel fehlte bzw. fand zu wenig statt.
- „pixeliges“ Feuer
- ungeschickte Speicherpunkte
- sich wiederholende Gefechtsmodelle
- sich wiederholende Streichbewegungen
- schlechte Bosskämpfe
- unzuverlässige Deckungen
- glänzende Artefakte hören in Cutscenes nicht auf zu leuchten und verderben manchmal die Stimmung
Wertung
Gameplay: 8
Grafik: 7
Sound: 9
Multiplayer: nicht möglich
Insgesamt: 24/30 Punkte (80%)
Auch, wenn sich hier einiges an Kritik angesammelt hat, kann ich dennoch sagen, dass sich das Spiel als Launch-Titel gut geschlagen hat. Ich kann es jedem Action-Adventure-Liebhaber empfehlen. Nicht nur für den Fan von der Uncharted-Reihe, sondern auch für die Neueinsteiger.
Freigabe ab 16










Zitieren















Lesezeichen