Mit Silent Hill: Book of Memories liefert Konami den ersten Silent Hill Ableger für die PlayStation Vita. Eigentlich sollte Silent Hill: Book of Memories am 22. Februar erscheinen, aber aus nicht bekannten Gründen wurde der Release mehrmals nach hinten verschoben. Ob sich das Warten gelohnt hat, lest ihr in unserem Test.
Bei Silent Hill: Book of Memories handelt es sich leider um keinen klassischen Silent Hill Teil, sondern um einen Dungeon Crawler der euch durch das Silent Hill Universum führt.
Bevor ihr das Spiel starten könnt, müsst ihr zwischen einem weiblichen oder männlichen Charakter wählen. Habt ihr dies erledigt, erhaltet ihr zu eurem Geburtstag ein Paket aus Silent Hill, welches ihr von einem mysteriösen Postboten überreicht bekommt (Fans kennen Ihn aus Silent Hill: Downpour). Nachdem ihr das Buch studiert habt merkt ihr schnell, dass das Buch bis oben hin mit Ereignissen aus eurer Vergangenheit gefüllt ist. Wieso also nicht mal versuchen diese umzuschreiben, denkt ihr euch. Gesagt getan, einen Stift in die Hand genommen und die erste Erinnerung wird umgeschrieben. Anschließend legt ihr euch hin und schlaft ein. Ab jetzt heißt es "Willkommen in Silent Hill".
Valtiel begrüßt euch am Anfang jeder Zone
Zu Beginn einer Zone empfängt euch Valtiel, der euch ein paar Informationen über die aktuelle Zone gibt. Jede Zone besteht aus einer unterschiedlichen Anzahl an Räumen, welche mit Monstern oder Herausforderungen bestückt sind. Die Herausforderungen müsst ihr lösen um ein Puzzelteil zu erhalten, das ihr für das beenden der Zone zwingend braucht. In einigen dieser Räume kommt ihr nur mit Hilfe eines Schlüssels rein, den ihr genauso wie die verschiedenen Iteme (Erste Hilfe Kästen, Munition, usw.) und Waffen in Schränke oder anderen Möbelstücken findet. Das Suchen dieser Gegenstände wurde von den Entwicklern leider viel zu einfach gestaltet. So müsst ihr einfach eure Taschenlampe (welche unendlich lange Leuchten kann) einschalten und durch den Raum laufen, jedes Möbelstück in dem sich ein Gegenstand versteckt leuchtet unübersehbar rot auf. Neben den bereits oben erwähnten Räumen gibt es in jeder Zone auch noch einen Raum in dem ihr das Spielspeicher könnt und einen in dem sich ein Geschäft (hier könnt ihr bei dem mysteriösen Postboten neue Munition, weitere Waffen und andere Gegenstände kaufen) befindet. Es gibt auch noch das "besondere" Zimmer in dem ihr besondere Fähigkeiten lernen könnt oder besondere Waffen bzw. Gegenstände erhaltet. Außerdem sind da noch die verlassene Zimmer, welche sich nach dem Betreten automatisch verschließen und euch erst nachdem lüften des Geheimnisses des Zimmers wieder rauslassen.
Steinerne Krankenschwerstern in einem verlassenen Zimmer
Habt ihr alle Herausforderungen einer Zone gemeistert, könnt ihr euch zum Ende der jeweiligen Zone bewegen um anschließend ein Rätsel zu lösen. Diese erweisen sich schnell als sehr eintönig. So besteht eure Aufgabe in jedem Rätsel irgendwelche Figuren in einer vorgegebenen Farbreihenfolge anzuordnen. Am Ende jeder 3 Zone findet ein Bosskampf statt. Die Bosskämpfe stellen sich mit der richtigen Waffe und Taktik als ziemlich einfach heraus und sind bereits nach 2-3 Minuten beendet.
Aber nun zurück zu den Monstern. Hier haben sich die Macher an wirklich allen Silent Hill Teilen bedient. Während des Spiel trefft ihr so unter anderem auf die geliebten Krankenschwestern, Air Screamer, den Fleischer, Needler, Double Head, Swarm, Tremer und vielen weiteren Monstern. Diese müsst ihr mit den verschieden Waffen (z.B. Stahlrohr, Messer, Fleischerbeil, Pistole, Schrotflinte uvm.) mittels der Viereck-Taste (linke Hand) und Dreieck-Taste (rechte Hand) erledigen. Wer jetzt gedacht hat er kann einfach durch die einzelnen Räume rennen und die Monster nieder strecken, der hat sich geirrt. Mit der Zeit nutzt sich eure Waffe ab und geht kaputt, um das zu verhindern besitzt ihr Werkzeug um die Waffe wieder zu reparieren. Jede Waffe wirkt anders auf ein Monster. Einen genauen Überblick über die Waffenwirkung erhaltet ihr im Monsterlexikon.
Leider war es uns nicht möglich den Multiplayermodus zu testen.
Fazit:
Was hat Konami bitte in der Zeit, in der man den Titel nach hinten verschoben hat gemacht? Das komplette Spiel macht einen sehr lieblosen und unfertigen Eindruck. Die sich ständig wiederholenden Level und einfach wirkenden Bosskämpfe verstärken hier die Eindrücke. Wer auf der Suche nach einem ganz einfachen Dungeon Crawler ist, der wird hier vielleicht fündig. Anspruchsvolle Spieler sollten lieber die Finger von dem Titel lassen.
Pro:
- viele Monster aus dem Silent Hill Universum
Contra:
- eintönige Level
- ständig wiederholende Rätsel
- einfache Bosskämpfe
Gameplay: 5
Grafik: 7
Sound: 7
Multiplayer: wurde nicht getestet
19/30 Punkten (63%)









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