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Soul Sacrifice (PS Vita) - Infos & Tests
Entwickler: Japan Studio
Release-Preis: 39,95€ (Der Preis kann sich bereits geändert haben)
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Bist du willens, das ultimative Opfer zu bringen, wenn es dich mächtig macht?

- Trenn dich von Teilen deiner Seele, um unglaubliche Zauber auszuführen - aber sei vorsichtig, denn wenn du zu viel opferst, könntest du daran sterben.
- Du dienst einem grausamen Hexenmeister als Sklave, als du auf ein verzaubertes Buch stößt, dem eine mysteriöse Macht innewohnt, die dich die darin niedergeschriebenen Geschichten am eigenen Leib erleben lässt.
- Mit jedem spannenden Kapitel, das du liest, wirst du tiefer in eine brutale Schlacht zwischen Zauberern und Ungeheuern hineingezogen.
- Hol dir über das PlayStation Network bis zu drei Spieler als Verstärkung für dein Abenteuer.

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Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Soul Sacrifice

  1. #2
    Redakteur Avatar von fussballdrewitz
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    Soul Sacrifice - PS Vita (Testbericht)

    Wie weit würdest du gehen, um deine Träume zu erfüllen? Das soll die allgegenwärtige Frage im neuen Action-Rollenspiel Soul Sacrifice von Marvelous AQL und Japan Studio sein. Die Entwickler haben mit nervenaufreibenden Entscheidungssituationen durch ein neues „Retten“ und „Opfern“ –System geworben, wodurch die Geschichte beeinflusst wird. Tatsächlich liegt das Leben unserer Kameraden in unserer Hand – egal ob offline oder online. Wie gut das System funktioniert und was Soul Sacrifice sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr im folgenden Review.


    Nichts zu tun in der Zelle
    Man erwacht in einer gammligen Zelle und sieht zu, wie unser letzter Zellengenosse getötet wird, von einem Magier namens Magusar. Der eigene Tot scheint auch sicher. Doch bis dahin muss man sich ja noch die Zeit vertreiben! Ein Glück, dass in der Zelle ein mysteriöses Buch herumliegt. Doch es ist mehr als nur ein Buch – es ist Librom, das Tagebuch eines mächtigen Zauberers. Librom kann auch sprechen, so nörgelt es auch mal, weil es nicht in einem warmen, sauberen Regal stehen darf. Am Wichtigsten ist aber, dass der Leser die Geschehnisse in diesem Buch nachempfinden kann. Was für ein Schmöker! Auf dieser Grundlage bauen sich mitreißende Geschichten um den Verfasser dieses Tagebuches auf.



    Manche Quests bestehen daraus, Bruchstücke der Erinnerung zu finden und so die Story voranzutreiben.

    Die Storyabschnitte werden im Buch abgebildet und mit passenden Bildern unterlegt. Außerdem hat Soul Sacrifice viele andere interessante Charaktere zu bieten, die allesamt eine eigene spannende Story erzählen. Kommt man also an einer Stelle nicht weiter, blättert man einfach zu einem anderen Abschnitt des Lebens des Verfassers. Interessant: Bis zum Ende wird geheim gehalten, wer Librom überhaupt geschrieben hat.
    Die unterschiedlichen Erzählungen sind teils voraussehbar, manche bieten auch überraschende Wendungen. Im Kern geht es darum, mit dem Lesen des Buches die Zauberfähigkeiten des Verfassers zu erlernen, um aus der Zelle auszubrechen und Magusar zu überwältigen. Ob das gelingt, seht ihr am besten selbst!



    Die Darstellung der Handlung ist stets gelungen, teilweise überragend.

    Genre-Spaß einmal anders
    Grundlegend ähneln die Spielmechaniken anderen Action-Rollenspielen wie Monster Hunter oder auch Ragnarok Odyssey. Man erledigt Monster, die sich mit dem Schwierigkeitsgrad steigern. Es gibt zahlreiche Items, die man aufwerten und auch untereinander kombinieren kann. Sie teilen sich in unterschiedliche Elemente auf, wodurch man die Schwächen des Gegners, wie zum Beispiel Hitze, gezielt ausnutzen kann. Während des Kampfes besteht die Möglichkeit, Leben oder Fähigkeiten wie Schnelligkeit mit Items auszubessern. Die Umgebung bietet viele Interaktionsmöglichkeiten, so kann man auch hier seine Gesundheit auffrischen oder sogar neue Waffen bauen. In Soul Sacrifice hantiert man nicht mit „echten“ Waffen, sondern verzaubert beispielsweise den eigenen Arm in eine große Keule oder schießt mit seinem eigenen Blut eine Salve auf die Gegner.



    Distanzwaffen sind eine gute defensive Strategie gegen riesige Kreaturen.

    Das eigene Blut ist schon ein guter Übergang auf die große Besonderheit dieses Spiels: Das anfangs erwähnte Opfer- und Rettungssytem. Bei jedem einzelnen Gegner, seien es verfluchte Ratten, Vögel oder größere Gestalten, hat man nach dem Erledigen die Wahl, ob man die Seele retten oder opfern will. Dafür gibt es separat Erfahrungspunkte. So entwickeln sich die einzelnen Levelstufen (Leben und Magie) unabhängig voneinander. Ob man sich auf Abwehr oder Angriff spezialisiert, kann man so selbst entscheiden. Wichtig ist aber, dass man insgesamt nur 100 Level-Ups durchführen kann. So entsteht eine taktische Komponente, wie man seine Fähigkeiten ausbildet. Bei stärkeren Monstern kann sich die Opferung oder Rettung sogar auf die Geschichte auswirken – Für manche Quests muss man ein entsprechendes Monster gerettet haben, sonst schaltet sie sich nicht frei.



    Bei kleinem Getier mag die Entscheidung noch leicht fallen. Wie aber sieht es bei eigenen Verbündeten aus?

    Den Höhepunkt erreicht dieses neuartige System, wenn die eigenen Kameraden im Sterben liegen. Eine Rettung kostet viel eigene Gesundheit, dadurch kann der andere Spieler aber wieder auferstehen. Bei einer Opferung wird ein mächtiger Zauber ausgelöst, der den Monstern vielleicht den Rest geben kann. Mit der richtigen Truppe online führt das zu echten Konflikten unter den Spielern! Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, am Rande einer Niederlage auch eigene Körperteile zu opfern, um einen verheerenden Angriff auf den Gegner auszulösen. Auch das hat seinen Preis, eine Opferung der eigenen Haut hat zum Beispiel eine schlechtere Verteidigung zur Folge. Verluste von Körperteilen tilgt man durch die Bezahlung einer Flüssigkeit, die man während der Spielzeit automatisch erhält.

    Insgesamt kann man mit einer gewaltigen Spielzeit rechnen. Die Geschichte des Zauberers besteht aus 20 Kapiteln mit steigendem Schwierigkeitsgrad, bestehend aus 5 bis 15 Quests, die eine sehr unterschiedliche Dauer haben. Manche Aufträge eignen sich mit einer Spielzeit von unter fünf Minuten gut für Unterwegs, andere wiederum nehmen schon mal eine halbe Stunde in Anspruch. Alles in Allem kann man eine Spielzeit von mindestens 50 Stunden einplanen. Online lassen sich alle Quests mit menschlichen Verbündeten absolvieren. Dabei verspürt man dank hervorragendem Netzcode kaum Ruckler und eine hohe Aktivität ist durch die zahlreichen Demo-Spieler jetzt schon gegeben.

    Ein Fleck auf dem Kunstwerk
    Die abwechslungsreichen Gebiete sind durch umherwirbelnden Staub und durch eine bunte Farbpracht gut in Szene gesetzt, und die Bäume fangen auch mal - gut animiert - plötzlich an zu laufen. Der eigene Charakter wirkt scharf und sein Gewand, von denen es mehr als 50 gibt, ist sehr detailliert. Wenn da nur nicht diese schlechten Bodentexturen wären! Tatsächlich bestehen jene nur aus übergroßen, verschiedenfarbigen Pixeln, was bei der ansonsten tollen Grafik ein echtes Ärgernis ist. Auch andere Texturen entpuppen sich als mäßig.



    Bei genauem Hinsehen sind die Bodentexturen hässlich.

    Ansonsten gibt es nichts zu meckern: Das Buch Librom bietet eine einwandfreie Darstellung der Story und die eigene frei begehbare Zelle ist hübsch anzusehen. Besonders die Gegner sind ein echter Augenschmaus und sehen schrecklich aus – in positivem Sinne. Das Lichtmodell ist durchschnittlich und kann nicht begeistern, dafür sehen Feuer-, Eis-, und Explosionseffekte wunderbar aus.



    Wo hat es nur diese Gabel her?

    Der Gesang der Toten
    Auch beim Sound kann Soul Sacrifice in ganzer Linie überzeugen. Die Hintergrundmusik setzt während des Lesens und der Kämpfe immer passend zur Situation ein und erzeugt eine spannende oder tragische Atmosphäre. Das Lied im Menü wird schnell zum Ohrenwurm. Es gibt eine umfangreiche, englische Sprachausgabe mit professionellen Sprechern, die einen sehr guten Job gemacht haben. Vorbesteller bekommen ebenfalls die japanische Sprachausgabe.



    Lächeln!

    Fazit: Soul Sacrifice ist in seinem Bereich das beste Spiel, das es bislang für die PlayStation Vita gibt und somit für Fans von Action-Rollenspielen ein Must-Have. Wer es auf spannende Kämpfe gegen grässliche Gegner und eine mitreißende Story abgesehen hat, muss kein Fan des Genres sein, um dieses Spiel zu lieben.

    Pro:
    + Spannende Story
    + Gelungene Erzählweise in einem Buch
    + Neues Rettungs- und Opferungssystem
    + Etliche Items
    + Ruckelfreier Multiplayer
    + Super Vertonung
    + Überzeugende Grafik…

    Kontra:
    - …mit mäßigen Texturen

    Wertung:
    Story: 10
    Gameplay: 10
    Grafik: 8
    Sound: 10
    Multiplayer: 10

    Insgesamt: 48/50 Punkte (96%)

  2. #3
    Moderator Avatar von nico
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    Soul Sacrifice Delta - PS Vita (Testbericht)

    Groß war die Vorfreude, ebenso wie die Erwartungen: Bereits Soul Sacrifice kassierte zahlreiche Top-Bewertungen und der Nachfolger mit dem Beinamen Delta soll laut Entwickler noch eine Schippe drauflegen. Bessere Grafik, mehr Gegner, neue Kleidungsstücke und vieles mehr. Kurz gesagt, das Spiel soll eine komplett neue Spielerfahrung bieten. Doch kann dieses große Versprechen eingehalten werden? Wir haben es getestet und wollen euch unser Ergebnis natürlich nicht vorenthalten.

    Auch Soul Sacrifice Delta kann unserem Test nicht entgehen
    Auch Soul Sacrifice Delta kann unserem Test nicht entgehen


    Charaktererstellung
    Bereits nach zwei kurzen Kämpfen, während denen die Steuerung grob erklärt wird, darf man sich seinen eigenen Charakter erstellen. Dabei kann man nicht nur das Geschlecht wählen, sondern muss sich auch zwischen knapp 30 Gesichtszügen, zahlreichen Frisuren und mehreren Kleidungsstücken entscheiden. Zusätzlich kann man jeweils noch eine Farbe auswählen, wobei es keine Rolle spielt, ob man dem Charakter eine schlichte europäische Hautfarbe verleihen möchte oder ob man es lieber mit blauer oder knallroter Farbe versucht. Nachdem ihr auch noch eine passende Stimme und einen Namen für euren Helden ausgewählt habt, kann es endlich richtig los gehen.

    Im Editor steht selbst einer roten Hautfarbe und blauen Haaren nichts im Weg
    Im Editor steht selbst einer roten Hautfarbe und blauen Haaren nichts im Weg


    Die ersten Kämpfe...
    Doch von vorne. Startet man ein neues Spiel, sieht der Spieler einen anderen Zauberer in einem Käfig aus Knochen. Als dieser von furchterregend gestalteten Monstern hingerichtet werden soll, versucht er zu flüchten, was allerdings scheitert. Gerade hat er die Zelle zerstört, kommt schon Magusar, der Boss, dem er es zu verdanken hat in dieser Zelle zu sitzen, und übernimmt höchstpersönlich die Hinrichtung. Kurz darauf sieht man sich auch selbst in einer Zelle, die direkt neben der genannten steht. Der Spieler erkennt ein sich bewegendes Buch, das zuvor in der Zelle des getöteten lag, und angelt es durch die Gitterstäbe hindurch in seinen eigenen Käfig. Es stellt sich heraus, dass das Buch namens Librom ein magisches Tagebuch eines längs vergessenen Zauberers ist. Wenn man es öffnet, kann man die Erinnerung des Verfasser hautnah miterleben. Es ist möglich, in das Geschehen einzugreifen und selbst mitzukämpfen. Dadurch erlernt ihr den Umgang mit der Magie, um, wenn ihr stark genug seid, Magusar gegenübertreten zu können. Kaum hat man das Buch geöffnet, wird man auch schon in den ersten Kampf geworfen. Hier drückt man mangels Erfahrung noch irgendwelche Tasten, um herauszufinden, welche Wirkung sie haben. Glücklicherweise sind die ersten Kämpfe noch sehr einfach gehalten, so dass man sie auch ohne Erfahrung leicht schaffen kann.

    Nachdem der Spieler sich nach den ersten zwei Kämpfen wie oben beschrieben einen neuen Charakter erstellt hat, darf man sich mit der sogenannten Zauberer-Probe bereits voll ins Gefecht stürzen. Hier werden auch noch einige Dinge erklärt, wobei auch schnell eine Neuerung auffällt: Die Lebewesen, die übrig bleiben, wenn ein Monster getötet wird, kann man nun nicht nur Retten oder Opfern, sondern man kann sie nun auch ihrem Schicksal überlassen. Dabei ist es Zufall, ob das Lebewesen überlebt oder nicht und es wird sowohl die Verteidigung des Spielers verbessert, wie es normalerweise beim Retten der Fall ist, als auch die Angriffswerte, was ansonsten durch Opfern zu erreichen war. Je nachdem, ob das Lebewesen überlebt oder nicht, wird jedoch ein Wert mehr verbessert als der andere. Das ganze wird als Level dargestellt, welches immer links oben auf dem Bildschirm ersichtlich ist. Mit jedem Level wird der jeweilige Wert ein bisschen verbessert.

    Schon während der Zaubererprobe merkt man, dass der Schwierigkeitsgrad des Spieles schnell ansteigt. Bei Neulingen kann es sogar vorkommen, dass man schon bei den späteren Missionen der Zauberer-Probe zwei oder mehr Versuche benötigt. Wenn man jedoch auch diese Missionen absolviert, stehen dem Spieler einige neue Missionen sowie der Basar zur Verfügung, bei dem man unter anderem viele weitere Kleidungsstücke kaufen kann. Aber auch weitere Missionen, near-Funktionen sowie ein kleines Augmented Reality-Spiel sind im Basar zu finden. All dies ist auf verschiedenen Seiten des Buches namens Librom zu finden, während der Leser immer noch in seiner kleinen Zelle aus Knochen sitzt...

    Die Hoffnung auf Rettung schwindet für den Zelleninsassen
    Die Hoffnung auf Rettung schwindet für den Zelleninsassen


    Die Grafik
    Bei den meisten Spielen ist es die Grafik, die dem Spieler als erstes ins Auge sticht. Bei diesem Punkt macht auch Soul Sacrifice Delta keine Ausnahme. Dank voller Auflöung gibt es keine Treppchenbildung, und auch wenn die Texturen nicht mit Killzone mithalten können, machen sie doch einen sehr guten Eindruck. In diesen Punkten wurde im Vergleich zum Vorgänger noch einiges verbessert. Vor allem die Charakter sind detaillierter, aber auch die Umgebung wirkt ein Stückchen schöner und neu hinzugekommene Effekte sind keine Seltenheit. Außerdem fällt, unabhängig vom Vorgänger, schon nach kurzer Zeit auf, dass das Spiel erstaunlich flüssig läuft. Ruckler sind mir auch jetzt, nach etlichen Spielstunden, noch nicht untergekommen.

    Im Kampf gegen einen Schleim in einer Wüste, die so heiß ist dass die Luft flimmert
    Im Kampf gegen einen Schleim in einer Wüste, die so heiß ist dass die Luft flimmert


    Ton und Musik
    Zunächst eher in Hintergrund, wird dem Spieler die Musik nach einiger Zeit immer mehr auffallen. Liebevoll wurden die Musikstücke speziell für Soul Sacrifice komponiert und so tragen sie auch in Soul Sacrifice Delta einen entscheidenden Anteil zur Atmosphäre bei. Auch sonstige Soundeffekte wurden gut in das Spiel eingebracht und somit ist hier der einzige kleine Kritikpunkt die englische Vertonung, die aber durch deutsche Untertitel gut ausgeglichen wird.

    Ein Kampf in der Stadt
    Ein Kampf in der Stadt


    Der weitere Spielverlauf
    Zurück zum Gameplay. Hat man die Zaubererprobe nun erfolgreich abgeschlossen, kann man Missionen für verschiedene Orden absolvieren. Diese stellen Organisationen von Zauberern mit verschiedenen Zielen dar. Avalon zum Beispiel steht streng zum Opfern der Lebewesen, während Sanctuarium für die Rettung bekannt ist. Der letzte Orden, der in Soul Sacrifice Delta neu hinzugekommen ist, wird Grim genannt. Er ist für die Neutralität, will also die Lebewesen ihrem Schicksal überlassen.

    Der Name des neuen Ordens erinnert nicht ohne Grund an die Gebrüder Grimm, denn zahlreiche Monster, die ihr in diesen Missionen erlegen sollt, sind aus den Märchen der beiden Brüder entnommen. So trefft ihr nicht nur auf mutierte Versionen von Schneewittchen und Rotkäppchen als Gegner, sondern später auch auf Hänsel und Gretel. Passend dazu gibt es auch neue Karten wie das Lebkuchendorf. Wie zu allen anderen Monstern und Gegenden steht auch zu den neuen jeweils eine interessante Hintergrundgeschichte im Buch Librom, die man sich optional durchlesen kann. Diese sind teilweise sehr interessant und viele davon erinnern sehr stark an die originalen Geschichten der Gebrüder Grimm. Vor allem bei den neuen Monstern fällt auf, dass diese sehr Kreativ gestaltet sind. Das Design der verschiedenen Monster kann dem Spieler immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, zum Beispiel haben mir vor allem die drei kleinen Schweinchen gefallen, die übrigens auch eines der neuen Monster darstellen. Aber auch andere Gegner, wie die Harpyie, sind sehr Kreativ designt und verleihen dem Spiel eine einzigartige Note. Um diese Gegner auch sicher ausschalten zu können, stehen euch nun auch eine große Anzahl neuer magischer Waffen zur Verfügung, welche ihr durch das erlegen der Monster erhaltet.

    Dieses mal müssen die drei kleinen Schweinchen, eines der neuen Monster, daran glauben
    Dieses mal müssen die drei kleinen Schweinchen, eines der neuen Monster, daran glauben


    Multiplayer
    Viele werden sich jetzt wahrscheinlich fragen, ob das Spiel auch einen Multiplayer hat, da dieser bisher mit keinem Wort erwähnt wurde. Diese Frage lässt sich mit ja beantworten. Ihr könnt euch sowohl über das Internet mit anderen Spielern verbünden als auch lokal über den Ad-Hoc Modus. Anders als im Vorgänger ist der Online-Modus jedoch sogar weltweit geschaltet, so dass man die Monster nicht nur zusammen mit deutschen Spielern bekämpfen kann, sondern auch mit Spielern auf der ganzen Welt. Dies sorgt dafür, dass man, anders als im Vorgänger, meistens sehr schnell eine Lobby findet. Hier muss man leider manchmal relativ lange warten, bis alle Spieler bereit für den Kampf sind. Wenn dies geschehen ist, läuft der Mehrspielermodus allerdings sehr flüssig und man kann fast alle Einzelspielermissionen online mit bis zu drei anderen Spielern erledigen.

    Fast alle Missionen sind auch im Multiplayermodus absolvierbar
    Fast alle Missionen sind auch im Multiplayermodus absolvierbar


    Die Story
    Doch warum eigentlich das ganze? Woher kommen die Monster? Und die Zauberer? Und was ist deren Aufgabe? Auch diese Fragen werden sich einige gestellt haben.
    Monster waren grundsätzlich Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befanden. Kurz bevor diese Menschen aufgaben, erschien ihnen ein weißer Kelch, welcher sprach: "Bringe ein Opfer und ich erfülle deinen Wunsch." Wer dieses Angebot annahm, bekam zwar Hilfe um das zu erreichen was er wollte, allerdings nur mit einem Opfer, das die positiven Effekte bei weitem übertraf. Sie verwandelten sich in grässlich aussehende Kreaturen, die zwar oft positive Absichten hatten, von den Menschen aber nicht akzeptiert wurden. Die Menschen vertrieben die Monster, die daraufhin in Ihrer Einsamkeit bösartig wurden und eine Gefahr für die Menschheit darstellten. Hier kommen die Zauberer ins Spiel. Diese stammen von einem sehr dünnen Evolutionsstrang ab und haben die Aufgabe, die Monster zu vernichten oder sie zu ihrer menschlichen Gestalt zurückzuführen.

    Zur weiteren Story dagegen will ich euch noch nichts erzählen, damit ihr selbst gespannt sein könnt, um was es in dem Buch Librom geht und ob es dem Gefangenen gelingen wird zu flüchten. Es sei nur so viel gesagt, dass es verschiedene Stories zu den Orden gibt, die man Anfangs noch nicht sehr gut untereinander anordnen kann. So sehen sie aus wie völlig verschiedene Geschichten, was zeitweise für Verwirrung sorgen kann. Erst später werdet ihr die Zusammenhänge verstehen. Alles in allem ist die Story jedoch sehr spannend. Wer den Vorgänger bereits gespielt hat, wird jedoch leider einen Großteil davon bereits kennen.

    Der Gegner Magusar als er noch ein Mensch war
    Der Gegner Magusar als er noch ein Mensch war


    Eine schwere Angelegenheit
    Mit dem Schwierigkeitsgrad ist es bei den meisten Spielen so eine Sache: Entweder das Spiel ist zu leicht und man kann es innerhalb kurzer Zeit durchspielen, oder man benötigt für die einzelnen Missionen etliche Versuche, was zu Frust führen kann. Die goldene Mitte wird von sehr wenigen Spielen getroffen. Auch in Soul Sacrifice Delta kommt man immer wieder an Punkte, bei denen man sich fragt, ob man überhaupt eine reelle Chance hat, die Missionen zu absolvieren. Zumindest am Anfang schält man jedoch immer kurz bevor man auf einen zu schweren Gegner trifft weitere Missionen frei, nach deren Absolvieren man genügend Fähigkeiten angeeignet hat, um auch den schweren Gegner, der zuvor noch unmöglich schien, zu besiegen. Erst später werden die Missionen tatsächlich sehr schwer und man muss erst die Verhaltensmuster der Gegner genau untersuchen, bevor man sich an sie heranwagen kann. Außerdem muss man im späteren Spielverlauf immer wieder die früheren Missionen erledigen, um die Fähigkeiten zu verbessern und sich auf die Bosse vorzubereiten. Als Alternative kann man jedoch, wie oben bereits erwähnt, fast alle Monster auch Online bekämpfen, was die Sache deutlich erleichtert. Nachdem die Missionen im Multiplayer absolviert wurden, werden diese auch im Einzelspielermodus als erledigt angezeigt. Allgemein, vor allem jedoch wenn man alleine spielt, kann das Spiel sicher bei vielen Frust erzeugen und der ein oder andere wird gegen Ende abbrechen. Bis es soweit ist, kann man jedoch viele Stunden lang einen angenehmen Schwierigkeitsgrad genießen.

    Dieses Bild zeigt vier verschiedene Doppelseiten des Buches Librom, darunter das Inhaltsverzeichnis, ein Teil der Missionsauswahl und den Basar.
    Dieses Bild zeigt vier verschiedene Doppelseiten des Buches Librom, darunter das Inhaltsverzeichnis, ein Teil der Missionsauswahl und den Basar.


    Die Menüs
    Die ersten Stunden wühlt man sich noch durch die Menüs und hat nur sehr wenig Überblick. Vieles wird nicht sehr genau erklärt und so findet man auch nach mehreren Stunden noch Funktionen, die das bisherige Spiel deutlich erleichtert hätten. So sollte man sich so früh wie möglich die Funktionen des "Rechten Arms" genauer anschauen, genauso wie Carnatux auf dem Basar noch einige Missionen bereithält, die erst bei einem Klick auf die drei Fragezeichen erscheinen. Nach einigen Stunden hat man dann jedoch auch den Aufbau der Menüs verstanden und die Auswahl der verschiedenen Funktionen läuft butterweich.


    Soul Sacrifice Delta PSVita-Forum.de Test Fazit
    Bei Soul Sacrifice Delta handelt es sich ohne Zweifel um eines der besten Spiele für die PS Vita. Wer den Vorgänger noch nicht hat, sollte dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben. Aber auch Spieler, die den Vorgänger bereits geliebt haben, werden mit der aktuellen Version nichts falsch machen können, da es sich durch die zahlreichen neuen Missionen und Monster tatsächlich um mehr als eine einfache Erweiterung handelt. Lediglich wer schon dem ersten Teil nichts abgewinnen konnte, sollte auch hier die Finger von lassen. Ich jedenfalls werde mich nun weiter ins Abenteuer stürzen und noch viele spaßige Spielstunden erleben. Und am Ende werde ich vielleicht sogar erfahren, ob der Gefangene mit Hilfe des Buches Librom aus seinem Käfig fliehen kann...
    Soul Sacrifice Delta PS Vita PS4 Logo 9/10

    Das hat uns gefallen...
    + Sehr schöne Grafik
    + Schöne Musik und Soundeffekte
    + Viele neue Gegner
    + Etliche Waffen, darunter auch viele neue
    + Interessante Story
    + Hintergrundgeschichten zu allen Monstern und Gegenden
    + Multiplayer jetzt gegen Spieler auf der ganzen Welt möglich
    und das nicht!
    - In Deutschland nur als Download verfügbar
    - Später sehr hoher Schwierigkeitsgrad
    - Anfangs geringer Überblick in den Menüs und in den Kämpfen

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