Praktisch ist sie allemal, die PS Vita, darum schwören immer mehr Fans auf die mobile Konsole. Mittlerweile dürfen Vita-Fans auch auf eine gute Sammlung echter Spieleklassiker zurückgreifen, die dazu beitragen, die Gaming-Freuden noch zu vertiefen: von bekannten Rollenspielen bis zu echten Open-World-Juwelen ist alles dabei. Werft mit uns einen Blick auf drei der schönsten Evergreens für daheim und unterwegs.



Die Rollenspielreihe Final Fantasy hielt in Deutschland 2014 Einzug auf der PS Vita, in Japan durften sich die Fans sogar schon ein Jahr früher über das spannende Game in HD-Qualität freuen. Die Grafik des Duo-Packs Final Fantasy X/X2 überzeugt auch auf dem Handheld, obwohl sie dafür naturgemäß etwas reduziert wurde. Die Spielstände der PS3-Variante lassen sich ohne Probleme weiterspielen, sodass ein nahtloser Übergang vom heimischen Wohnzimmer zum Autorücksitz oder den Öffis gewährleistet ist. Das Computerrollenspiel hat sich längst als weltweit erfolgreiche Marke etabliert, das nicht nur in der Konsolenversion zu stundenlangem Abgleiten in digitale Parallelwelten taugt, sondern auch auf dem Smartphone und dem Fernseher. Die zugehörigen Anime-Produktionen bilden eine perfekte Ergänzung zum Gesamtprogramm, ganze Fanscharen lassen sich von diesem Angebot inspirieren. Final-Fantasy-Games zeichnen sich zumeist darin aus, dass sie einer sehr linear geprägten Handlung folgen und als zentrales Action-Element jede Menge Kämpfe beinhalten. In Final Fantasy X dominiert das rundenbasierte Kampfsystem, das dem jeweiligen Spieler unbegrenzt Zeit zu Verfügung stellt, seine nächste Aktion auszuwählen: das spricht vor allem Taktiker und Strategen an. Andere Folgen dieser Spielserie beinhalten eher Echtzeitkämpfe, bei der kaum Zeit zum Überlegen bleibt, die sich jedoch an actionreicher Dynamik kaum überbieten lassen.

Die allseits bekannten Minecraft-Blöcke finden auch auf dem eher begrenzten Display der Vita mehr als genügend Platz. Fremde Würfelwelten erkunden, Ressourcen sammeln, Monsterkämpfe ausfechten, Ackerbau und Viehzucht betreiben, dass alles gehört zum originären Spielerlebnis. Und natürlich lässt sich die Würfelwelt auch nach Belieben umgestalten: Die Spielefans haben die Möglichkeit, eigene Gebäude, ja, sogar komplette Dörfer und Städte zu erstellen oder auch ganz spezielle Bauten, wie zum Beispiel ein glamouröses Casino zu errichten. Entsprechende Videos von erfolgreich erstellten Spielbanken lassen sich beispielsweise auf YouTube finden. Mit nur wenig Vorwissen über die Entstehung dieser spannenden Subkultur tauchen die Minecraft-Gamer ganz tief darin ein und bauen sich ihre eigene Welt der Träume. Das Spiel wartet auch auf dem Handheld mit zwei verschiedenen Spielmodi auf: dem Kreativ-Modus mit unbegrenzt vielen Ressourcen und einem ewig währenden Leben – und dem Überlebensmodus, bei dem der Spieler sowohl mit Lebenskraft als auch mit Rohstoffen haushalten muss. Die erstgenannte Spielweise gewährt, wie der Name bereits sagt, besonders viel Raum für ausufernde Kreativität, denn hier geht es um nichts anderes als fleißiges Aufbauen und Gestalten. Der zweitgenannte Modus spricht hingegen die Kämpfernaturen an, die sich im Kräftemessen mit Enderman, Zombie, Creeper und Co. üben möchten.


Echte Spielbegeisterung auf der PS Vita weckt auch der altbekannte Rennwagenzirkus »Need for Speed: Most Wanted«. Wie immer wird in Fairhaven der schnellste Fahrer gesucht, der alle anderen Kontrahenten aussticht. Zur Verfügung stehen dafür mehr als 40 sportliche Karossen berühmter Marken, die nicht nur zum Übertrumpfen der leidigen Konkurrenz geeignet sind, sondern auch zu heißen Verfolgungsjagden mit der Polizei taugen. Die verschiedenen Rennmodi bringen noch mehr Abwechslung ins Spiel: Im Rundkursrennen geht es darum, das Fahrerfeld möglichst weit hinter sich zu lassen, ebenso wie beim Sprint auf linearer Strecke. Im Rahmen der Speed-Challenge muss jeder User auf einem festen Parcours einfach so schnell wie möglich heizen, um sich auf der Highscore-Liste verewigen zu dürfen. Und der Verfolgungsmodus fordert dazu heraus, die Gesetzeshüter abzuhängen. Bei der Polizei handelt es sich übrigens um einen wirklich ernstzunehmenden Gegner, denn die Beamten warten im Laufe des Spiels mit immer mehr Gegenmaßnahme gegen die Raserei auf vier Rädern auf. Sie stellen Straßensperren auf, legen Nagelbänder aus und verfolgen die Spieler schließlich mit ganzen Blaulicht-Kohorten. Die Freischaltung neuer Fahrzeuge erfolgt, indem der User einfach ein herrenloses herumstehendes Auto für sich in Anspruch nimmt: also kein lästiges Punkte Einfahren, Sparen und Upgraden, sondern schlicht und einfach ein bequemes Einsammeln von motorisiertem Blech. Die Grafik ist auch in reduzierter Form absolut gelungen, allerdings lässt das Tuning der Fahrzeuge im Vergleich zum »großen« Spiel etwas zu wünschen übrig.


Obwohl es von nigelnagelneuen Games nur so wimmelt, lohnt es sich auf jeden Fall auch den einen oder anderen echten Klassiker in petto zu haben. Alte Hasen wissen einfach, wo es langgeht – und richtig gute alte Spiele können immer wieder aufs Neue überzeugen. Entsprechend ausgerüstet lassen sich dann auch spielerische Durststrecken problemlos überbrücken.